Das kommunale MVZ der Stadt Bad Bramstedt hat am 04.01.2021 seinen Betrieb aufgenommen und seitdem wird das medizinische und nicht-medizinische Personal stark gefordert:

Eine Eröffnung während des Lockdowns, eine zwischenzeitlich sehr hohe Inzidenz im Kreis Segeberg, Verunsicherung aufgrund der Pandemie und der Priorisierung von zu Impfenden – und natürlich die „ganz gewöhnlichen“ Anfangsschwierigkeiten, die es bei einem neuen Praxisteam in neuen Räumlichkeiten gibt.

Große Wertschätzung und Dankbarkeit aber auch offensive Forderungen begleiten seit Beginn der Impfungen den Alltag des MVZ der Stadt Bad Bramstedt. Erheblich dazu beigetragen hat eine für die Patient*Innen undurchsichtige Informationslage. Die organisatorische Mehrbelastung durch das Einbestellen von Patient*Innen, Planen von Impfstoffressourcen und dem Raumbedarf stellten dabei auch das MVZ der Stadt Bad Bramstedt vor eine Herausforderung, die es zu bewältigen galt und immer noch gilt.

Neben dieser organisatorischen Mehrbelastung, die viele Ressourcen für sich einnimmt, veränderte sich mit der Verknappung des Impfstoffes auch das Stimmungsbild der Patient*Innen. Vor allem die Medizinischen Fachangestellten stehen dabei an vorderster Front und bekommen den „Impf-Frust“ der Patient*Innen in Form von Unmut und Unverständnis ab. Sie sind eine Art Blitzableiter für Patient*Innen und werden nicht selten dafür verantwortlich gemacht, dass jemand noch nicht geimpft ist.

„Wir verstehen, dass jeder schnellstmöglich geimpft werden möchte, um ein Leben wie vor der Pandemie zu führen. Nichtsdestotrotz sind wir alle aufgefordert, respektvoll mit dem Gegenüber umzugehen.“, so Geschäftsführerin Marie-Kristin Wendt.

Das Berufsbild der MFA ist gekennzeichnet, Menschen in allen Lebenslagen zu helfen und zu unterstützen. Weiterhin arbeiten alle Mitarbeiter*Innen mit vollem Engagement daran, Patient*Innen zu impfen und zeitgleich den Praxisalltag zu bewältigen.

Umso mehr erfreut es derzeit Mitarbeiter des MVZ, wenn Dankbarkeit und Wertschätzung für das Engagement kommuniziert werden. Gleichwohl möchten wir die Patient*Innen für die derzeit angespannte Situation, in der so viele Praxen ihr Bestes geben, sensibilisieren und um mehr Verständnis bitten.

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