Vorstandsmitglied Dr. Klaus Bittmann spricht über den turbulenten Jahresbeginn und die Flut der Veränderungen im Gesundheitswesen. Nun wurden im Bundestag die Gesetzesvarianten zum Thema #Organspende zur Abstimmung gebracht und die Widerspruchslösung abgewählt. Es ging hierbei parteiübergreifend um eine weltanschauliche Frage, so Bittmann. Das kontroverse Thema der #Organspende beschäftigt uns bereits seit Jahren. So hatte mediageno, eine Tochter der äg Nord, schon 2011 einen Flashmob zu diesem Thema im CITTI-Park Kiel organisiert (https://youtu.be/ZvPnQ6Rmg7M). Hunderte Organspende-Ausweise wurden dadurch zur Verteilung gebracht. Es gibt also durchaus Mittel und Wege, die Organspendebereitschaft zu fördern.

Bittmann bemängelt in diesem Zusammenhang, noch nie in seinem ganzen Leben nach seinem Organspendeausweis gefragt worden zu sein, nicht einmal in Situationen, in denen sein baldiges Ableben denkbar gewesen wäre. Mögliche Wege würden nicht genutzt. Demgegenüber werden Ärzte und die gesamte Gesellschaft mit einem Glaubensbekenntnis für die Digitalisierung erpresst. Der Tenor lautet: “Wenn ihr Ärzte das nicht macht, dann müsst ihr Strafe zahlen.” Über datenschutzrechtliche Bedenken setzt sich die Politik dabei rigoros hinweg. Nur für die #Organspende gibt es noch keine Datenerfassung. Hierüber zeigt sich Bittmann verwundert. Für ein Organspendezentrum mit Datenbanken, über die im Zweifel sofort abgerufen werden kann, ob eine Organspendebereitschaft vorliegt, wäre die Digitalisierung doch endlich einmal sinnvoll angewandt.

Der nächste Schritt in der Digitalisierung heißt dann “Künstliche Intelligenz” (KI), so Bittmann. Hier tut sich eine große Spannweite auf zwischen großem Nutzen einerseits sowie Zwängen und Ausbeutung andererseits. Eine denkbare negative Entwicklung ist aktuell in China zu sehen.

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