Immer wieder ist festzustellen, dass in politischen Parteien das eigene Programm dazu neigt, wohlfeile Perspektiven umfänglich zu beschreiben, geprägt durch ideologisches Grundrauschen, ohne Achtung derer, die für Land und Leute die tatsächlichen Leistungen erbringen.

„So lese ich auch jetzt die Programme für die im Herbst anstehende Bundestagswahl“ sagt Dr. Svante Gehring, Sprecher der Ärztegenossenschaft Nord. „Wir leiden alle unter der 3. Welle der Corona-Pandemie, an vorderster Front suchen Patienten Hilfe bei hausärztlichen und fachärztlichen Praxen, unsere klinischen Kollegen/innen mühen sich um das Leben der Schwerkranken, flankiert durch die hoch belasteten Pflegekräfte. Die ärztliche Profession ist unverzichtbar“. Aber dennoch wird in den aktuellen Wahlprogrammen kaum Bezug auf die Leistungsfähigkeit und Bedeutung dieser Berufsgruppe genommen. Vielmehr wird über die Köpfe des medizinischen Personals hinweg eine Programmatik verkündet, die den Respekt und die Wertschätzung gegenüber den Handelnden für das Gemeinwohl vermissen lässt. Da sind Lippenbekenntnisse wenig hilfreich.

Auch wenn manche Vorstellungen, z.B. im Papier von Bündnis 90/Die Grünen, unsere Zustimmung finden können, so fehlt es doch an Berücksichtigung der Eigenverantwortung und Innovationskraft der Freien Berufe. Die Ärzteschaft hat in guten und schlechten Zeiten ihre Aufgaben mit hoher Zufriedenheit der Bürger erfüllt. Aus der Ärzteschaft selbst sind modellhaft neue Versorgungskonzepte für die Zukunft entwickelt worden, auch von der Ärztegenossenschaft Nord. Hier gilt es, die gesetzlichen Rahmenbedingungen zu verbessern und den Gestaltungswillen zu fördern, ohne Bevormundung.

„Wir wollen keine Extrawurst, aber die politischen Parteien sollten für das Sozialwesen endlich die tragende Säule der Ärzteschaft und der Niedergelassenen für die Gesellschaft und deren Wohl anerkennen“, so Dr. Gehring.

Bad Segeberg, 13.04.2021

Pressekontakt:
Ärztegenossenschaft Nord eG
Dr. Svante Gehring, 1. Sprecher Vorstand
Tel.: 04551 9999-0 – E-Mail: kontakt@aegnord.de


Pressemitteilung: Von der Bedeutung der Ärzteschaft