Vorstandsmitglied Dr. Klaus Bittmann heute aus dem Corona-Homeoffice:

Bittmann spricht zunächst über die Situation der Corona-Pandemie und die Berücksichtigung von Arztpraxen bei den Corona-Maßnahmen. Der Auftrag liegt bei den KVen, den Honorarausgleich zu schaffen, so Bittmann. Bis zu einem gewissen Maße ist das auch möglich. Die Auswirkungen auf die Folgequartale sind jedoch noch nicht absehbar. Aktuell steht die Diskussion über Kurzarbeit im Raum, doch es ist zu befürchten, dass die Finanzierung der Kurzarbeit nicht stattfindet, weil die Rettungsmaßnahmen über die KVen geregelt werden.

In dem Zusammenhang mit KV-Honoraren weist Herr Bittmann im Weiteren darauf hin, dass die Koalitionsregierung beschlossen hat, sich über die Zukunft der Arzthonorare Gedanken zu machen. Es wurde 2018 eine Kommission eingesetzt und Gutachten erstellen lassen. Nun kommen die Ergebnisse und Empfehlungen dieser Gutachterkommission auf den Tisch. Erstaunlich ist, dass es wieder von der Annäherung von PKV und GKV geprägt ist, da es bekanntermaßen eine gewisse Gerechtigkeit zwischen diesen beiden Honorarformen geben soll. Dies wurde bereits ewig diskutiert und es nicht ersichtlich, wo dieses Gutachten innovative Elemente einbringt.

Prof. Dr. Klaus Jacobs, der Geschäftsführer des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO), hat dieses Geschehen in einem sehr interessanten Beitrag kommentiert. Daran anknüpfend stellt Bittmann fest, dass die Vertragsgrundlagen der Kassen durchaus regionale und selektive Lösungen erlauben würden. Man könnte so also – wenn beispielsweise die AOK den Weg mitgeht – moderne Versorgungskonzepte auflegen, bei denen Honorierung sektorenübergreifend, am Leistungsgeschehen und am Patienten orientiert stattfindet.

Den interessanten Beitrag von Prof. Jacobs finden Sie hier: www.gg-digital.de

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