Noch zwei Wochen bis zur Bundestagswahl. Selten gab es in der Vergangenheit nach Hochrechnung so unklare Ergebnisse. Alles ist knapp und fraglich, so Dr. med. Klaus Bittmann, Vorstandsmitglied der äg Nord. Interessant findet er die Umfrage des Ärztenachrichtendienstes (änd), nach der Ärzte die Regierungsführung zumeist bei der FDP sehen. Das ist natürlich nicht repräsentiv für die Bevölkerung, zeigt aber, dass in großen Teilen der Ärzteschaft ein liberales Gedankengut vorherrscht, so Bittmann weiter. Seiner Meinung nach drücken Ärzte damit aus, dass sie nicht so sehr für staatliche Bevormundung, Überregulierung und Ideologisierung – insbesondere im Gesundheitswesen – sind. “Wir haben unsere Verantwortung und unsere Profession zu vertreten, völlig unabhängig von politischen Parteien und Farben”, meint Bittmann. “Wir haben unsere Verantwortung gegenüber den Patienten.” Wir sind keineswegs Dienstleister im klassischen Sinn, sondern wir fordern die Freiheit für unseren Beruf weiterhin, denn das ist ein hohes Gut, das müssen wir vertreten. Das hat die äg Nord auch in ihrer Stellungnahme zu den Wahlprogrammen der Parteien deutlich gemacht. Die Mehrheit der Bevölkerung sei ja für die Bürgerversicherung. Bittmann befürchtet allerdings, dass die meisten, die dafür sind, gar nicht wissen, wie das denn konstruiert sein soll… Insgesamt ist Bittmann sehr gespannt auf das, was kommt und denkt, Sie sind es wohl auch.

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