Gemeinsam mit dem Gesundheitsminister des Landes Schleswig-Holstein, Dr. Heiner Garg, hat die Ärztegenossenschaft Nord eG (ÄGN) Anfang des Monats ein Projekt zur Erprobung einer Videokonsultation im Bereich der Augenheilkunde vorgestellt. Initiiert von der Techniker Krankenkasse wird das Projekt zusammen mit der ÄGN, der Gesellschaft für integrierte ophthalmologische Versorgung Schleswig-Holstein (GIO), dem Hausärzteverband Schleswig-Holstein und dem Institut für Allgemeinmedizin am UKSH, Campus Lübeck, umgesetzt.


Ziel des Projektes ist es den frisch operierten Patienten lange Fahrtwege und Wartezeiten zu ersparen und gleichzeitig die Arbeitszeit der Ärzte möglichst effizient zu nutzen. „Im Spannungsfeld zwischen steigenden Behandlungszahlen auf der einen und einer abnehmenden Zahl von Fachkräften der anderen Seite, müssen wir die verbleibenden Ärzte bestmöglich entlasten“, macht Thomas Rampoldt, Geschäftsführer der Ärztegenossenschaft, deutlich. „Dabei können sowohl telemedizinische Anwendungen, als auch die Delegation von Aufgaben an speziell geschultes nicht-ärztliches Personal helfen.“

Ärztezentrum Büsum setzt auf Telemedizin

Im Ärztezentrum Büsum hat die ÄGN bereits Erfahrungen mit telemedizinischen Anwendungen in Form eines Tele-Rucksacks gesammelt. Dieser wurde im Rahmen der Förderung durch die Robert Bosch Stiftung angeschafft und wird seit Januar 2018 von nicht-ärztlichen Praxisassistentinnen (NäPAs) eingesetzt, um insbesondere älteren Patienten den strapaziösen Routinebesuch in der Praxis zu ersparen. Mit Hilfe des Tele-Rucksacks können Vitaldaten, wie z.B. Gewicht, Blutdruck, EKG und Blutzucker erfasst und direkt zur Bewertung in die Praxis übermittelt werden. Für den jeweiligen Hausarzt bedeutet dies eine deutliche Entlastung durch wegfallende Hausbesuche und dementsprechend mehr Zeit in der Praxis.

(Foto: ©TK, Frau Christina Kloodt. Pressekontakt: Ärztegenossenschaft Nord eG, Dr. med. Svante Gehring, Vorstand, Tel.: 04551 9999-0, E-Mail: kontakt@aegnord.de)