Vorstandsmitglied Dr. Klaus Bittmann spricht über Prozesse hin zu einer Digitalisierung im Gesundheitswesen. Die Telematikinfrastruktur wird weiter ausgebaut und es bleibt die Frage, ob sie in dieser Form wirklich eine Zukunft hat. Aktuell hat man wieder einmal den Eindruck, die „Pandemie-Zeit“ würde auch dazu genutzt, Ärzte mit digitalen Konzepten zu überschütten, so Bittmann. In einer aktuellen Studie (D21 – DIGITAL INDEX 2020/2021) wurde untersucht, wie sich die Bevölkerung mit digitalen Medien auseinandersetzt. In dieser Studie ist eine sehr skeptische Grundhaltung der Bundesbürger zu erkennen. Viele Menschen wollen keineswegs nur digital behandelt werden, sondern den persönlichen Arzt-Patienten-Kontakt erhalten wissen, so Bittmann.

Ein weiteres wichtiges aktuelles Thema eine die aktuelle Mitteilung der „DocMorris-Organisation“ in Verbindung mit der ihr gehörenden Teleklinik. DocMorris weist mit öffentlicher Werbung darauf hin, dass Patient*innen nicht zum Hausarzt gehen müssen, sondern durch nur einen Klick im Internet ärztlichen Rat einholen können, so Bittmann. Bei DocMorris handelt es sich um eine kommerzielle Unternehmung… Die Ärztegenossenschaft hat sehr deutlich hiergegen protestiert und stellt klar, dass die Arzt-Patienten-Beziehung dadurch nicht ersetzt werden kann. (DocMorris hat seine neue Kampagne aufgrund von Ärzteprotesten mittlerweile abgebrochen.

Das Bestreben, die Ärzteschaft durch immer mehr Technik zu ersetzen, sei erschreckend, so Bittmann.

Quellen, auf die Bittmann sich bezieht:
https://initiatived21.de
https://www.wuv.de
https://www.apotheke-adhoc.de
https://www.apotheke-adhoc.de

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