Am 27.6.18 war wieder einmal im ZDF zu bester Abendzeit zu sehen und zu hören, was für eine kriminelle Energie die ärztliche Berufsgruppe besitzt. Natürlich wurden individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL) als erpresserische Abzocke erkannt, bestätigt durch einen gütigen und seriösen Hausarzt. Natürlich ist Zusammenarbeit zwischen Kollegen oder mit einer Klinik immer verdächtig, kann nur als Korruption entlarvt werden – obgleich ein Staatsanwalt aus seinem Erfahrungsschatz berichtet, dass die Verschleierung dieses Tatbestandes immer perfekter gelingt. Und was da alles mit der Pharmaindustrie gemauschelt wird, zum lebensgefährlichen Nachteil der Patienten. Noch riskanter wird es für Patienten, die völlig unnötige Operationen über sich ergehen lassen.

Ist das nicht alles schrecklich? Wie soll man diesen Ärzten trauen? Immer wieder kommt es zu solchen „sensationellen“ Berichten – Schimpf und Schande für die Autoren dieser Beiträge! Völlig undifferenziert wird einem Berufstand Raffgier und krummes Geschäft unterstellt. Was im Einzelfall zu belegen und zu verurteilen ist, wird hier als berufstypisch dargestellt. Ich kenne solche öffentlichen Entgleisungen eigentlich nur dann, wenn berechtigte Honorarforderungen der Ärzteschaft im Raum stehen, sei es durch neue GOÄ, sei es durch Entbudgetierung. Dr. Klaus Bittmann