Ministerium unterstützt schnellere und gezieltere Hilfe für Schmerzpatienten im Nordwesten von Schleswig-Holstein

Die Ärztegenossenschaft Nord eG und der Landesverband der Schmerzmediziner Schleswig-Holstein erhalten für ihr auf drei Jahre angelegtes Projekt Schmerz-STRANG Nordwest – Aktionsbündnis „Binnen un Buten“ Fördermittel vom Land Schleswig-Holstein. Im Herbst vergangenen Jahrs hat das Land den Versorgungssicherungsfonds gegründet, um die medizinische Versorgung insbesondere in der Fläche zu verbessern. Gesundheitsminister Heiner Garg überreichte heute den Zuwendungsbescheid an Herrn Dr. Bittmann, Vorstandsmitglied der Ärztegenossenschaft Nord eG, in Bad Segeberg.

Heiner Garg: Patientinnen und Patienten profitieren davon“

Minister Heiner Garg betont: „Der Versorgungssicherungsfonds ist ein wichtiger Baustein für die Sicherung und den Erhalt der medizinischen Versorgung in der Fläche. Wir wollen damit die qualitative Weiterentwicklung der ambulanten, stationären und sektorenverbindenden Versorgung beschleunigen.“ Gefördert würden innovative und zukunftsweisende Konzepte, die eine flächendeckende und gut erreichbare, bedarfsgerechte Versorgung erhielten, stärkten oder diese unter veränderten Rahmenbedingungen weiterentwickelten. „Das Projekt Schmerz-STRANG ist ein solches Konzept; davon profitieren Patientinnen und Patienten“, so Minister Garg weiter.

Die Buchstaben des Projekttitels STRANG stehen für wesentliche Bausteine dieses besonderen Angebots für chronische Schmerzpatienten. S: Schmerztherapie – T: Telemedizinische Beratung – R: Regional – A: Angepasst – N: Netzbasiert – G: Gruppenbasiert.

Vernetzung zwischen verschiedenen Leistungserbringern des Gesundheitswesens

Das Projekt will die schmerztherapeutische Versorgung von Patienten fach- und sektorenübergreifend durch telemedizinische Beratung, Schmerz-Kleingruppen-Edukation und interdisziplinäre Schmerzkonferenzen verbessern. Insbesondere sollen die Wartezeiten verkürzt und die fortschreitende Chronifizierung von Schmerzen bei Patienten verhindert bzw. vermindert werden. Diese neuartige Vernetzung zwischen verschiedenen Leistungserbringern des Gesundheitswesens, verschafft betroffenen Patienten einen schnelleren und effektiveren Zugang zu den benötigten Leistungen.

Entwickelt wurde das Konzept von Herrn Dr. Leifeld (Schmerzmediziner aus Rendsburg) und der Ärztegenossenschaft Nord eG in Kooperation mit dem Ärztenetz MQR (Medizinische Qualitätsgemeinschaft Rendsburg eG) und einer gemeinnützigen Schmerzstiftung. „Die Entscheidung des Landes Schleswig-Holstein und des Gesundheitsministeriums, Fördermittel bereit zu stellen, begrüßen wir insbesondere im Namen unserer betroffenen Patienten“, so Herr Dr. Bittmann.

Enge Zusammenarbeit mit Selbsthilfeverbänden

Projektregion ist die schmerztherapeutisch erheblich unterversorgte Region westlich der Autobahn 7 und nördlich des Nord-Ostsee-Kanals. Hierbei soll mit den Ärztenetzen sowie den Selbsthilfeverbänden der Schmerzpatienten des Landes eng zusammen gearbeitet werden. Herr Dr. Leifeld betont: „Neben zeitnaher telemedizinischer Betreuung durch Experten teilweise weit entfernt in Schleswig-Holstein, also von „buten“, sieht das Projekt zusätzliche Treffen mit den persönlich betreuenden Schmerzmedizinern in Kleingruppen gemeindenah im Projektgebiet vor, also „binnen“. Der Mehrwert für unsere Schmerzpatienten: näher, schneller, zielgenauer – und doch so persönlich wie möglich.“

Pressekontakt:

Ärztegenossenschaft Nord eG,
Dr. Klaus Bittmann, Vorstand,
Tel.: 04551/9999-0, E-Mail: kontakt@aegnord.de

Ministerium für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren des Landes Schleswig-Holstein
Christian Kohl, Pressesprecher
Tel: 0431/9885317, E-Mail: christian.kohl@sozmi.landsh.de