Für eine Studie, die zunächst nur in Schleswig-Holstein abgehalten wird, werden in teilnehmenden Apotheken DAK-Versicherte angesprochen, die Medikamente erhalten, bei denen ein Anhaltspunkt auf eine ungünstige Wirksamkeit auf das Herz bekannt ist. Nach einem ausführlichen Beratungsgespräch können sich die Versicherten dann direkt in der Apotheke einen digitalen Herzmonitor anlegen lassen, der für 24 Stunden ein EKG aufzeichnet und alle eventuellen QT-Zeit-Veränderungen dokumentiert. Innovativ und praktikabel daran ist, dass die Messung erstmals direkt in einer Apotheke startet, und das Ergebnis dann digital an eine gesicherte Cloud zur Befundung übermittelt wird. Mit einer speziellen, geschützten Software erhält der Apotheker dann innerhalb weniger Minuten erste Auswertungen des EKGs.

Durch Zugriff auf den gesicherten Server kann die Befundung durch einen teilnehmenden Kardiologen sichergestellt werden. Bei auffälliger Befundung erfolgt die unverzügliche Weiterleitung in die ärztliche Versorgung. Für eine optimale Behandlung erhält der behandelnde Arzt alle patientenrelevanten Informationen durch die ärztliche Leitstelle der äg Nord. Die an der besonderen Versorgung beteiligten Projektpartner stehen während der gesamten Projektlaufzeit im engen Austausch um die Versorgungsqualität sicherzustellen.

Durch diese qualifizierte Zusammenarbeit verschiedener Projektpartner soll die Früherkennung von arzneimittelbedingten Nebenwirkungen gefördert werden und die Versorgung arzneimittelinduzierter kardiotoxischer Ereignisse verbessert werden. QT-Life befasst sich hier konkret mit solchen Arzneimittelnebenwirkungen, die gefährliche Herzrhythmusstörungen vom Typ der Torsade-de-Pointes verursachen können.

Für weitere Informationen wenden Sie sich gerne an die ärztliche Leitstelle des Projekts der Ärztegenossenschaft Nord, Frau Michel unter Tel: 04551-99 99-22.

Ebenso erhalten Sie weitere Informationen unter: www.qt-life.de