In einem offenen Brief an die Bundeskanzlerin hat sich das Bündnis Junge Ärzte erneut gegen die weitere Kommerzialisierung im Gesundheitswesen gestellt und fordert eine am Wohle des Menschen ausgerichtete Medizin. “Ich kann diese Forderung nur unterstützen”, erklärt Dr. Svante Gehring, Vorstandssprecher der Ärztegenossenschaft Nord (äg Nord). Er sehe den Staat in der Pflicht, sich wieder mehr für die Daseinsfürsorge der Bürger einzusetzen, das Gemeinwohlinteresse zu fördern und Partikularinteressen zurückzudrängen. “Die Corona-Krise zeigt, dass wir prinzipiell ein leistungsfähiges Gesundheitssystem haben, dieses wird aber durch ein hohes Engagement der ambulant und stationär tätigen Ärzte und des Pflegepersonals getragen”, so Gehring weiter. Deshalb sollten die Mitarbeiter im Gesundheitswesen nicht nur faire Arbeitsbedingungen vorfinden, sondern auch wieder stärker gehört und in die Entscheidungsprozesse eingebunden werden. Gehring sieht Genossenschaftsmodelle als zeitgemäße Antwort einer solchen Beteiligung, die auch zu einer vernünftig gestalteten Digitalisierung und einem Bürokratieabbau beitragen könnte.

Bad Segeberg, 29. April 2020

Pressekontakt:
Ärztegenossenschaft Nord eG, Dr. Svante Gehring (Vorstand) Tel.: 04551 9999-0 – E-Mail: kontakt@aegnord.de


Pressemitteilung: äg Nord unterstützt Forderungen vom Bündnis Junge Ärzte