Vor knapp 20 Jahren ist die ärztegenossenschaftliche Idee zur Generika-Firma Q-Pharm entstanden, womit für die Ärzteschaft eine neue praxisgerechte Verordnungsoption eröffnet wurde. Mit bewussten Verordnungsentscheidungen für ein Generikum von Q-Pharm haben Kolleginnen und Kollegen das Arzneimittelbudget der Praxis entlasten und sich damit Freiräume für andere Bereiche schaffen können.

Politisch wurden Generika zunehmend der Austauschbarkeit unterworfen

Gezielte Verordnungsentscheidungen auf Basis der individuellen Patientenbedürfnisse sollten demnach die Ausnahme bilden – vermeintlich um die Wirtschaftlichkeit zu wahren. Angesichts des Preisverfalls und der vermehrten Lieferausfälle bei Generika greift diese Argumentation schon lange nicht mehr. Vielmehr führt die Entfremdung der ärztlichen Therapiehoheit dazu, dass unser Therapieregime immer mehr beschnitten und entwertet wird. Dieses System nimmt den Verlust der Patientenorientierung billigend in Kauf.

Q-Pharm stellt sich der Entwicklung entgegen

Q-Pharm stellt sich dieser Entwicklung als ärztliche Instanz entgegen. Entscheidungs- und Therapiefreiheit am Patienten sind Grundvoraussetzung für eine verantwortungsgerechte und kollegiale Berufsausübung. Verantwortung an das System abzugeben, bedeutet auch eine Entwertung unseres ärztlichen Wirkens zuzulassen. Und genau dies gilt es im Gemeinsinn zu verhindern.

Christoph Meyer
Vorstand Ärztegenossenschaft und Q-Pharm AG