Die ersten Wahlprogramme der Parteien sind für die Ärztegenossenschaft Nord (äg Nord) Anlass, deutlich weiterhin das Subsidiaritätsprinzip im Gesundheitswesen einzufordern.

„Die Pandemie hat gezeigt, wie leistungsfähig unser Gesundheitswesen sein kann, wenn man es nur lässt“, so Dr. Svante Gehring, 1. Sprecher im Vorstand der äg Nord. Vieles sei in Selbstorganisation der Kassenärztlichen Vereinigungen, den Ärztekammern, der Verbände, den Praxisnetzen und engagierten niedergelassenen Ärzten vor Ort geschehen. Das erfolgreiche Testen und ambulante Monitoring von COVID-19-Patienten seien ohne diese Initiativen nicht denkbar gewesen.

„Der Staat tut gut daran, Kompetenzen wieder in die Hände der gesundheitlichen Akteure vor Ort zu legen“, so Gehring weiter in Anspielung auf die anlaufende Impfkampagne in den Praxen. Der Staat solle helfen und unterstützen, aber so wenig wie möglich eingreifen, wo medizinische Versorgung in Selbstbestimmung und Eigenverantwortung unter Berücksichtigung regionaler Besonderheiten organisiert werden könne. Die Politik würde sich selbst besser vor Fehleinschätzungen und den Bürger vor allzu viel Bürokratie schützen.

Die äg Nord fordert daher von den zur Bundestagswahl antretenden Parteien ein offenes Bekenntnis zur Subsidiarität, Freiberuflichkeit und der in ihr verantwortlich tätigen, niedergelassenen Ärzteschaft.

Bad Segeberg, 07.04.2021

Pressekontakt:
Ärztegenossenschaft Nord eG
Dr. Svante Gehring, 1. Sprecher Vorstand
Tel.: 04551 9999-0 – E-Mail: kontakt@aegnord.de


Pressemitteilung: Parteien müssen sich offen zum Subsidiaritätsprinzip bekennen!