Am Beispiel unserer Anfang August des vergangenen Jahres durchgeführten Mitgliederbefragung zum Thema Digitalisierung möchte wir in diesem Beitrag die Konsequenzen hieraus für unsere Arbeit darstellen.

Gerade bei der mit über 15% der Befragten erfreulich großen Anzahl der Rückläufer haben wir ein für uns belastbares Ergebnis und können daraus Ideen zu Ihrer Unterstützung ableiten.
Die aus der letzten Befragung wichtigsten Erkenntnisse für uns waren: Unsere Mitglieder sind mit großer Mehrzahl für die Digitalisierung, aber fast alle empfinden die Menge der Änderungen und die Geschwindigkeit, mit der die Änderungen umgesetzt werden sollen, gerade unter Corona, als extrem belastend. Auch der bürokratische Aufwand, die Anfälligkeit für Störungen und die Kosten werden zu hoch eingeschätzt.

Natürlich haben wir Ergebnisse der Befragung in eine Pressemeldung münden lassen und haben im Newsletter darüber berichtet. Andere ärztliche Organisationen haben sich von uns inspirieren lassen und eigene Umfragen gestartet oder unsere übernommen. Zudem haben wir die Ergebnisse in zahlreiche Gespräche im politischen Raum einfließen lassen. Hierzu gehören Gespräche mit den Vorständen der Körperschaften (ÄKSH und KVSH) und mit Vertretern der gesetzlichen Krankenkassen. Auch haben wir Minister Dr. Garg im Rahmen unserer Teilnahme am Jour Fix im Sozialministerium genauso über das Umfrageergebnis informiert, wie über unsere Kanäle im Genossenschaftsverband einige Mitglieder im Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages. Auch unsere Bundesorganisationen MEDI GENO und die Allianz Deutscher Ärzteverbände nahmen die Umfrage zur Kenntnis und haben diese in ihre politische Arbeit einfließen lassen. Zuletzt führte der Druck der Basis dazu, dass das Ministerium einen Aufschub zur eAU zuließ und eine neue politische Diskussion auch im Bundestag angestoßen wurde. In der Kritik steht besonders der veraltete TI-Konnektor und die daraus erwachsenen unnötigen Kosten.

Darüber hinaus haben wir einzelne Themen wie den eHBA (elektronischer Heilberufeausweis) oder KIM (Kommunikation im Medizinwesen) mit praktischen Tipps in den letzten Newslettern aufgearbeitet.

Am 16. Dezember fand eine erste virtuelle Informationsveranstaltung gemeinsam mit unserem IT-Partner W&B zu den Themen KIM & Co. statt, zu der sich über 200 Teilnehmer angemeldet hatten. Aufgrund des großen Zuspruchs wird es am 20. Januar dieses Jahres eine virtuelle Folgeveranstaltung geben, zu der Sie sich noch anmelden können.

Zu guter Letzt arbeiten wir derzeit gemeinsam mit unserem IT-Partner W&B an einem mehrstufigen Dienstleistungspaket über das wir unsere Mitglieder bei der Umsetzung des anstehenden Veränderungsprozesse unterstützen wollen.

Sie sehen, wir werden Sie mit diesem Thema nicht alleine lassen. Insgesamt ist die Mitgliederbefragung für uns ein basisdemokratisches Instrument, um unsere Arbeit an den Ergebnissen – den Bedürfnissen unserer Mitglieder – auszurichten.