Bekenntnis zur freien, unabhängigen ärztlichen Berufsausübung

Am 8. und 9. Februar trafen sich Aufsichtsrat, Vorstand und Geschäftsführung zu einer Klausurtagung in Neumünster. Dabei war die Freiberuflichkeit ein zentraler Diskussionspunkt, denn die gegenüber Dritten unabhängige (Ge)Wissensentscheidung des freiberuflichen Arztes – ob angestellt oder selbstständig – garantiert dem Patienten, dass sein Wohl nicht zum vordringlichen Objekt merkantiler Interessen wird und begründet das Vertrauen der Gesellschaft in die Ärzteschaft. Die Ärztegenossenschaft Nord bekennt sich daher zu einer freien, unabhängigen ärztlichen Berufsausübung. Dies erfolgt im Interesse des Patienten- und des Gemeinwohl!

Mit Freude Arzt sein

Die Genossenschaft wird ihre Mitglieder weiterhin so unterstützen, dass diese „mit Freude Arzt sein“ und ihren Beruf qualitativ hochwertig unter den bestehenden Rahmenbedingungen ausüben können.

Der freiwillige Zusammenschluss der Mitglieder bildet nach Einschätzung der Klausurteilnehmer eine Kraft, die neben Ärztekammer und KV als die dritte im Lande wahrgenommen wird. Sie ermöglicht neue Lösungswege, die dem Einzelnen sonst verschlossen blieben.

Veränderung der rechtlichen Rahmenbedingungen gefordert

Als berufspolitische Interessenvertretung setzt die Ärztegenossenschaft sich für eine Veränderung der rechtlichen Rahmenbedingungen und die Modernisierung des Sozialgesetzbuches (SGB) V ein. Im Spannungsfeld der heutigen Herausforderungen im Gesundheitswesen, mit dem demografischen Wandel, dem Fachkräftemangel und der Diskussion um Wartezeiten einhergehend, fordert die Ärztegenossenschaft seit langem das Ende der Budgetierung ambulanter Leistungen!

Fünf Kernfelder des genossenschaftlichen Engagements identifiziert

Darüber hinaus haben die Teilnehmer der Klausur fünf Kernfelder des genossenschaftlichen Engagements identifiziert:

  • Etablierung neuer, intersektoraler und interprofessioneller Kooperationen im Gesundheitswesen
  • Organisation einer patientenzentrierten und patientengerechten, zeitgemäßen Versorgung
  • Entlastung der Praxen von administrativen und bürokratischen Aufgaben durch intelligente Delegationsmodelle, technische Hilfestellungen und rationelle Dienstleistungsangebote
  • Gestaltung einer verlässlichen finanziellen Zukunftsabsicherung ihrer Mitglieder
  • Das „Wirgefühl“ der ärzt(egenossenschaft)lichen Gemeinschaft zu stärken