Die Qualitätsmanagment-Richtlinie (QM-RL) fordert seit November 2016 zwingend die regelmäßige Fortbildung ALLER Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit unmittelbarem Bezug zur eigenen Tätigkeit. Die Teilnahme am Dialogpartnerinnen-Programm ist ein erster Schritt in die richtige Richtung. Doch damit ist nicht alles getan. Die Teilnahme muss nämlich auch noch den Erfordernissen entsprechend dokumentiert werden. Hört sich nach Bürokratismus und Drangsalierung an, ist aber für Praxen Pflicht und für manche selbstverständlich. Was gehört alles dazu?

Schritt 1: Tätigkeiten definieren

Zunächst sollte erfasst werden, was zu den einzelnen Tätigkeiten dazugehört, also z.B.
Empfang: Telefonie, Dringlichkeiten von nachgefragten Terminen einschätzen, Beschwerdemanagement, Karte einlesen, …
Labor: Blutentnahme, Impfungen und Spritzen, Hygieneregeln befolgen, Schutzkleidung tragen …

Schritt 2: Passende Fortbildungen für die Tätigkeiten definieren, also z.B.

Empfang: „Kommunikation mit schwierigen Patienten“, „Telefontriage“, …
Labor: „Resistente Keime in der Arztpraxis“, „Kommunikation mit schwierigen Patienten“, …
Springer: ggf. alle angebotenen Kurse

Schritt 3: Individuelle Zuordnung

Für jede/n Medizinische Fachangestellte/n (MFA) muss individuell beschrieben werden, mit welchen Tätigkeiten aus „Schritt 1 er/sie“ befasst ist und welche Fortbildungen für sie in Frage kommen. Die/der MFA muss sich mit Unterschrift verpflichten, zumindest eine dieser Fortbildungen in einem definierten Zeitraum (z.B. 1 Jahr) zu besuchen. Die Kursauswahl wird je definiertem Zeitraum wieder neu getroffen.

Schritt 4: Dokumentation

Eine Kopie der Teilnahmebescheinigung dient abschließend als Beleg dafür, dass die Fortbildung besucht wurde.

Das gilt darüberhinaus:

Diese Festlegung und Dokumentation dient dem Nachweis des Arztes/der Ärztin, dass dieser Punkt der QM-RL in der Praxis befolgt wird. Die MFA müssen dem nachkommen, was allerdings nicht ausschließt, dass sie sich zusätzlich auf freiwilliger Basis auch mit anderen sie interessierenden Themen befassen dürfen.

Es wird übrigens nirgendwo gesagt, dass Fortbildungen/Kurse zu späterem Zeitpunkt nicht wiederholt werden dürfen. Wenn Sie zu dem Thema noch Fragen haben, wenden Sie sich gerne per E-Mail an kontakt@dialogpartnerinnen.de. (dp)