Vorstandsmitglied Dr. Klaus Bittmann spricht über die aktuelle Vorstandssitzung der Ärztegenossenschaft Nord. In diesem Rahmen geht es auch um die Entwicklung neuer Versorgungskonzepte, wie z.B. der Telemedizin. Es gibt unterschiedliche Beurteilungen zu diesem Themenkomplex und es wird auch gesagt, dass die Digitalisierung im Gesundheitswesen nicht schnell genug voranschreitet. Dies sind unter anderem Verdrehungen von Tatsachen, so Bittmann, da auch in den „normalen“ Arztpraxen die technischen Hilfsmittel enorm zugenommen haben. Die Telemedizin kann sich nicht entwickeln wenn sie nur für ganz bestimmte Fachgebiete, Indikationen, Verlaufskontrollen oder Ähnliches zugelassen ist. Das hat die äg Nord immer kritisiert. Auch die Finanzierung, wie die Anschaffung der Technik und die damit verbundenen Dauerkosten und Wartungskosten, muss gewährleistet sein. Hierfür müssen die Leistungen zur Vergütung in den EBM aufgenommen werden. Eine Grundsatzfrage ist natürlich auch, ob man sich diese Technik so nutzbar macht, dass man Gefahr läuft, wie ein ärztliches Call-Center zu arbeiten.

YouTube-Channel der ÄG Nord