In Not geratene Handwerker veranlassten Hermann Schulze-Delitzsch, eine Hilfsaktion ins Leben zu rufen. Nach den Grundsätzen der Selbsthilfe, Selbstverwaltung und Selbstverantwortung gründete er 1847 die „Rohstoffassoziation“ für Tischler und Schuhmacher.

Genossenschaften sind Wertegemeinschaften, die in der Regel Ziele verfolgen, die über die ausschließlicher Wirtschaftsbetriebe hinausgehen. So werden als grundlegende Werte die Selbsthilfe, Selbstverantwortung, Demokratie, Gleichheit, Billigkeit und Solidarität beschrieben.

Überträgt man diese Grundsätze auf die Ärztegenossenschaft Nord, so erklären sich hieraus auch die Kernprozesse: Interessenvertretung, Regionale Versorgung, Selektivverträge, Dienstleistungen für Praxen und Förderung von Netzstrukturen – alles Prozesse, die direkten Einfluss auf die ärztliche Tätigkeit haben und somit Mehrwerte für die Mitglieder bieten.

Die Genossenschaft „macht“ also nichts, um nur wirtschaftlich erfolgreich zu sein, sondern um das Leben in, um und mit der Arztpraxis angenehmer und auch zukunftsorientiert zu gestalten. Die Entscheidung, diese Unterstützung anzunehmen, trifft jedoch jedes Mitglied für sich alleine – ganz im Sinne von Hilfe zur Selbsthilfe.

Dies setzt eine hohe Dienstleistungsbereitschaft bei der Genossenschaft voraus, gleichzeitig auch eine hohe Bereitschaft der Mitglieder, sich mit den Angeboten der Genossenschaft zu befassen, eigene Bedarfe gegenüber der Genossenschaft zu beschreiben und ggf. sogar bei der Erarbeitung von Lösungen mitzuwirken.

So entwickelt die Genossenschaft optimale Dienstleistungskonzepte für Ihre Mitglieder. Die hohe Zufriedenheit der Mitglieder beschrieben in dem Slogan – „Mit Freude Arzt sein … darum kümmern wir uns!“ ergibt sich aber nur, wenn jedes Mitglied sich selbst in die Genossenschaftsarbeit einbringt.