Vorstandsmitglied Dr. Klaus Bittmann spricht über die gesundheitspolitischen Nachrichten der letzten Tage. In einer Befragung von Patienten durch die KBV, gab es großes Lob für die niedergelassene Ärzteschaft. Zu über 90% waren die Patienten mit den Leistungen, der Versorgung, dem Personal und den Ärzten sehr zufrieden. „Dies ist in dieser Zeit eine sehr wohltuende Bekanntmachung…“, so Bittmann.

Für die Gesundheitsversorgung der Menschen ist natürlich die gesamte Ärzteschaft, sowohl ambulant als auch stationär, sehr wichtig. Die niedergelassene Ärzteschaft kann jedoch auch stolz sein auf das, was sie in dieser Corona-Zeit geleistet hat. Im Vorwege der Bundestagswahlen gibt es Bestrebungen einer völlig neuen Versorgungskonzeption, inter-sektoral, inter-professionell. Hierzu ist ein Positionspapier von drei Klinik-Konzernen und der Führung der AOK auf Bundesebene (Herr Litsch) herausgekommen, indem eine Konzeption mitgeteilt wird, in der tatsächlich eine „Verzahnung“ und sektorenübergreifende Versorgung konzipiert wird. „In vielen Dingen entsprechen diese den Vorstellungen die wir auch haben (…) aber im Detail gibt es schon schwerwiegende Unterschiede. Sei es, dass man, was die Papiere der Grünen anbelangt, Sorge hat, dass die Führungsrolle mehr bei der Pflege bei Versorgungszentren liegen soll“, so Bittmann.

Bei diesem Papier, das pragmatisch ins Detail geht, wird eine regionale Versorgungskonzeption genommen, mit eigenen Budget, mit eigener Finanzierung, unter Aufsicht, aber ohne die bedeutende Rolle der KBV. „Ich glaube, dass die neue Regierung tatsächlich dieses seit Jahrzehnten bestehende Problem der mangelnden sektorenübergreifenden Versorgung aufgreifen wird. Wir werden uns da beteiligen müssen,um überall – auch in den Partei-Gesprächen – die Freiheit unseres Berufes in einer völlig veränderten Konzeption zu behaupten“, so Bittmann.

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