Vorstandsmitglied Dr. Klaus Bittmann spricht über den Mangel an Ärzten in ländlichen aber auch städtischen Regionen. Die Ärztegenossenschaft setzt sich dafür ein, gemeinsam mit den ansässigen Ärzten und Kommunen die Versorgungsstrukturen zu sichern und zu erhalten. Auch gegen die Interessen von renditeorientierten Investoren und Konzernen. Ein weiterer Punkt ist die Digitalisierung des Gesundheitswesens, wozu es die unterschiedlichsten Meinungen gibt. Dieses Thema ist mittlerweile geradezu emotional besetzt und hat mit Logik nicht mehr viel zu tun, so Bittmann. Floskeln wie „…wir sind digital unterversorgt.“ oder „…wir hinken in der Europäischen Union hinterher.“ bestimmen den derzeitigen Diskurs. Allein die technischen Anforderungen und Probleme in der medizinischen Versorgung zu erfüllen und zu lösen stellt einen immensen Aufwand dar und ist nicht vergleichbar mit der Digitalisierung, die beispielsweise im Schuhhandel stattfindet. Dies geht so weit, dass im Ministerium Gesetzesentwürfe entstehen, die datenschutzrechtlich so nicht umsetzbar sind. Es spricht nichts gegen die Verbesserung und Erleichterung in allen Bereichen, unter Nutzung der digitalen Instrumente die es gibt, aber es sollte vorsichtig damit umgegangen werden. Schließlich hat die Digitalisierung zu dienen und nicht immer nur Probleme zu machen, so Bittmann.

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