Wir unterstellen allen Kandidaten, dass sie sich der Verantwortung für das Gemeinwohl und für unser freiheitlich demokratisches Land bewusst sind – unabhängig von jeweiliger Parteizugehörigkeit. Wir wünschen Mut und Kraft, Gutes zu bewahren und mit Weisheit Neues zu wagen.

Als regionales genossenschaftliches Unternehmen in SH vertreten wir unparteiisch die Interessen der freiberuflichen Ärzte/innen, ob selbstständig niedergelassen oder angestellt. Das impliziert Eigenverantwortung und gesellschaftliche Verantwortung.

Neben den Körperschaften haben wir seit Gründung im Jahr 2000 unseren Beitrag geleistet, die ärztliche und soziale Versorgung zu verbessern, oft durch direkte Vereinbarung mit Krankenkassen und im Auftrag von Ärzten – und wollen dies auch weiterhin erreichen. Daher richten auch wir einen Forderungskatalog an die kommenden Mandatsträger und die politischen Parteien:

Freiberuflichkeit ist Teil unserer demokratischen Grundordnung, nachweislich ein Erfolgsmodell; dies muss erhalten bleiben! Dazu gehören Selbstverwaltungsorgane und freie Organisationen. Das Gesundheitswesen braucht Zukunftsvisionen und realisierbare Ziele. Demographische Faktoren, eine veränderte Arbeitswelt (auch in der Medizin), finanzielle Limitierung, starre Sektoren, Fehlsteuerungen und Fehlanreize machen weiterhin reformerische Schritte notwendig. Wir fordern Mitsprache der „freien Geister“, wie z.B. einer ÄG Nord, auf Landes- und Bundesebene. Versorgung spielt sich individuell und regional ab. Hier bieten sich regionale Praxisnetze an, die auch sektorenübergreifend mit Kommunen Modelle umsetzen können. Hierfür bedarf es bei entsprechender Qualifikation eines sog. Leistungserbringer-Status für regionale Netze.

Für das organisatorische und geschäftliche Management neuer Versorgungseinheiten, den Aufbau Ärzte eigener oder kommunaler Zentren ist ein nicht-kommerzieller Dienstleister zu titulieren – dies kann und sollte z.B. eine ÄG Nord mit allseitiger Mandatierung sein. Wir fordern dies im SGB V zu formulieren.