Es klingt so verführerisch: „Wir empfehlen daher – soweit möglich und sinnvoll – eine reine Wirkstoffverordnung vorzunehmen (ohne Produktname), da es bei Wirkstoffverordnungen keinen Preisanker gibt.“ Dies ist die praktische Empfehlung der KVHH (veröffentlicht am 16.07.19 auf www.kvhh.net), stellvertretend zitiert auch für andere KVen, auf die neue Herausforderung Preisanker.

„Preisanker – was ist das?“, mag man sich in der Ärzteschaft fragen, denn dieses neue Regelungsinstrument wurde auf ganz anderer Ebene eingeführt und sollte entsprechend nichts mit der ärztlichen Praxis zu tun haben. Spitzenverbände der Apotheken und Krankenkassen haben zum 01. Juli 2019 einen neuen Rahmenvertrag über die Arzneimittelversorgung nach §129, Absatz 2 SGB V geschlossen, in dem es weiterhin primär um die Regelungen zur Einlösung von GKV Verordnungen geht. Und es wirkt wie ein kleines Geschacher: auf der einen Seite die Reduzierung der Retax-Gefahr für die Apotheker*innen bei Befolgung der Regeln, auf der anderen Seite das ausgehandelte Zugeständnis, indirekt eine neue Preisobergrenze einzubauen. Der Listenwert des auf dem Rezept vom Arzt bestimmten Arzneimittels darf jetzt bei der Abgabe nicht mehr überschritten werden. Klingt unbedenklich, denn weiterhin ist Rabatt Trumpf und „sticht (mit dieser Grundregel) alles“.

Doch es gibt ganz praktische Probleme, die wohl allgemein unterschätzt wurden … lesen Sie den vollständigen Beitrag auf www.perspectiv.de.