Vorstandsmitglied Dr. Klaus Bittmann spricht über die Abgeordnetenversammlung der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig Holstein. Als Ehrenvorsitzender wird Herr Bittmann dort regelmäßig eingeladen, aber auch ohne gesonderte Einladung ist diese Veranstaltung weitestgehend „Arzt-öffentlich“ und jeder Arzt kann daran teilnehmen. Es gibt nur wenige Punkte, bei denen die Öffentlichkeit ausgeschlossen ist. Möglichst viele Vertragsärzte sollten an diesen Sitzungen teilnehmen. Insbesondere der letzte Termin war eine Präsenzveranstaltung und es wurde Abstand gewahrt.

Hierzu gab es auch einen Bericht in der Ärztezeitung, insbesondere zu der Änderung im Honorarverteilungsmaßstab (HVM), die Anpassungen des Schutzschirmes sowie großen Dank an alle niedergelassenen Ärzte, die sich in der schwierigen Zeit sehr engagiert und eingesetzt haben. Hierbei kam ein Punkt zur Ansprache, der auch in der Presse erwähnt wurde und der mich zutiefst betrübt, so Bittmann. Ein zunehmender Teil von Ärzten fühlt sich bei solchen gemeinschaftlichen Aktivitäten nicht aufgerufen, daran teilzunehmen. Dies hört man auch aus Kreisstellenversammlungen, bei denen wichtige regionalen Dinge besprochen werden. Hier nehmen nur maximal 10-20 % der betroffenen Ärzte aus der jeweiligen Region teil. Leider hat diese Tendenz zugenommen. Es sollte nicht so sein, dass die Ärzte sich zurückziehen nach dem Motto „…mit meinem Job hab ich genug am Hals“, so Bittmann. Dieser Umstand mag auch richtig sein, andererseits wird so viel über die Ärzte hinweg entschieden und verordnet, dass man den Zusammenhalt der Ärzte unbedingt braucht, um das „Arztsein“ als solches zu sichern und zu schützen.

Ich empfehle allen Ärzten, die Ehre und Bedeutung ihres Standes nicht zu unterschätzen, so Bittmann. Wir müssen verhindern, dass der Stand des Arztes in der Praxis, für die Region, für die Bürger immer weiter abgewertet wird und es gehört mehr dazu als Praxisöffnungszeiten.

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