Vorstandsmitglied Dr. Klaus Bittmann spricht über Lieferengpässe, von denen aktuell etwa 500 Arzneimittel betroffen sind, sowie über das in diesem Zusammenhang geführte Interview des Ärztlichen Nachrichtendienstes (änd) Günther Hanke, dem Präsidenten der Landesapotheker-Kammer Baden-Württemberg. Laut Herr Hanke “… können wir kaum etwas tun als laut zu schreien und auf das Problem aufmerksam zu machen.” Bittmann: “Das ist schwach!” Selbstverständlich könnten Ärzte und Apotheker keine Gesetze ändern, aber sie könnten versuchen, Einfluss zu nehmen. Gerade die Apotheker, die mit einer sehr starken Lobby in Berlin vertreten und in politischen Prozessen stark einbezogen sind. Ein großes Problem sei zudem das kontinuierliche Drücken der Preise von Medikamenten. Auf dem Weg bis zum Patienten entstünden hohe Kosten für Produktion, Verpackung und Genehmigungsverfahren, wobei das Präparat an sich nur Cent-Beträge koste. Ist ein solcher bürokratischer Aufwand bei eingefahrenen Präparaten noch nötig? Diese Preisgestaltung ist selbstzerstörerisch, so Bittmann. Auf der einen Seite haben wir das Preisdumping, auf der anderen Seite nur einige wenige, die in der Lage sind, Arzneimittel herzustellen. Damit diese schön billig sind, werden sie im Ausland produziert… Ein Grund für diese katastrophale Situation.

YouTube-Channel der ÄG Nord