Ärztegenossenschaft Nord mit klarer Position

Nach ausgiebiger Diskussion zu den Themenbereichen “Digitalisierung” und “Künstliche Intelligenz” am 11. Dezember hat sich der Vorstand der Ärztegenossenschaft Nord eG (äg Nord) nunmehr klar positioniert.

Dr. Svante Gehring, Sprecher des Vorstandes der äg Nord:
“Wir stehen eindeutig für die Digitalisierung! Wir sind fest davon überzeugt, dass Künstliche Intelligenz – zum Beispiel im Rahmen der Diagnostik – zukünftig eine genauso große Bedeutung in der Versorgung bekommen wird wie die digitale Übertragung diagnostischer Ergebnisse in die Hausarzt- oder Facharztpraxis.”

Digitalisierung wird Praxisalltag werden

Diese Maßnahmen sind ebenso zum Wohle des Menschen wie die Auswertung medizinischer Daten zu Forschungszwecken. Auch das elektronische Rezept und die elektronische AU werden in wenigen Jahren zum Praxisalltag gehören. Die Telematik Infrastruktur (TI) ist hierfür unerlässlich.

Drei Dinge sind dafür unverzichtbar

Soll die digitale Welt Einzug in die Praxen halten, so sind aus Sicht des Vorstandes der äg Nord jedoch drei Dinge unverzichtbar:

  1. Der Einzug digitaler Strukturen in die Praxen darf nicht erzwungen werden, sondern muss durch Mehrwerte für den Praxisalltag überzeugen.
  2. Das Problem der Datensicherheit darf nicht den Ärzten übergestülpt, sondern muss durch Fachleute, z.B. im Rahmen von Zertifizierungen und nachhaltigem Qualitätsmanagement, gewährleistet werden.
  3. Die Investitionslast darf nicht allein von den Ärzten zu tragen sein, sondern muss von der Versichertengemeinschaft getragen werden.

Ein Zugewinn für alle Gesundheitsberufe sowie auch für Patient*inn*en

„Wenn es uns gelingt, die Rahmenbedingungen für den Einzug in ein digitales Zeitalter attraktiv zu gestalten und die Bedrohungen, z.B. durch unzureichenden Datenschutz, von den Gesundheitsakteuren abzuwenden, wird am Ende die medizinische Versorgung durch alle Gesundheitsberufe gewinnen und damit der Patient, insbesondere in ländlichen Räumen.“, so Gehring weiter.