In einer Kleinen Anfrage an den Schleswig-Holsteinischen Landtag (Drucksache 19/2200) fragte Birte Pauls (SPD) nach Infektionen mit dem Coronavirus beim medizinischen und pflegerischen Personal in Schleswig-Holstein- aktuell befindet sich der Vorgang noch in Vorbereitung, wenngleich der Fragestellerin die Antwort bereits vorliegt:

“16 Prozent! 16% aller Covid-19-Infizierten in Schleswig-Holstein arbeiten in medizinischen oder pflegerischen Berufen. Das muss man sich mal vorstellen”, äußert sich Pauls fassungslos in einer Pressemitteilung, die am 22.06.2020 im Presseticker des Landtages veröffentlicht wurde. Und weiter: “Insgesamt wurden 510 Personen als infiziert erfasst, die in Einrichtungen nach §23 IfSG (medizinische Einrichtungen inklusive ambulanter Intensivpflege) und §36 IfSG (u.a. Pflegeeinrichtungen und Eingliederungshilfe) tätig sind.” Von diesen 510 Personen seien 341 Betroffene aus der ambulanten Intensivpflege und 169 aus Pflegeeinrichtungen oder der Eingliederungshilfe.

Auch Vorstandsmitglieder Dr. Klaus Bittmann äußerte sich zu der Abfrage und erklärte: „Wir wissen um die fehlende Schutzkleidung in den ersten Wochen der Pandemie. Die Risiken für medizinisches und pflegerisches Personal waren extrem hoch – so etwas darf sich nicht wiederholen!“ Gerade aufgrund dieser Anfangszeit der Pandemie, könnte der Anteil von Mediziner*inne*n und anderen Gesundheitsfach- und Pflegeberufen an den bestätigten Corona-Fallzahlen noch größer sein. Wir erinnern uns – Zu Beginn der Corona-Krise wurden nur die Infektionsfälle, nicht aber die berufliche Zugehörigkeit der Erkrankten erfasst.

Quelle: pi Birte Pauls