Das Vorstandsmitglied Dr. Klaus Bittmann spricht im ersten Teil darüber, dass die jungen Berater für Versorgungszentren der Ärztegenossenschaft in Mecklenburg Vorpommern und vielen anderen Regionen in Gesprächen mit Ärzten und Bürgermeistern unterwegs waren. Die ganze Struktur der Versorgung müsse anders und der Zeit angepasst sein, um Ärzte in ländliche Regionen zu locken. Dies werde auch durch vermeintliche Angebote im Gesetzesentwurf des TSVG versucht. Alle möglichen Besserungsvorschläge und Überlegungen, unter anderem jedoch viel Dirigistisches und Einflussnahme auf die Selbstverwaltung, seien dort eingeflossen.

(ab 3:13) Ein weiteres Thema Bittmanns ist das Urteil, das gegenüber einer Frauenärztin in Bezug auf die vermeintlich illegale Werbung für Schwangerschaftsunterbrechungen gefällt wurde. Es sei peinlich und traurig in unserer heutigen Zeit, so Dr. Klaus Bittmann, dass so ein Ereignis dieser Frauenärztin und ihren Patientinnen, die hilfesuchend zu ihr kämen, widerfahre. Dies könne als ein ernstzunehmender Rückfall in Zeiten gewertet werden, in denen Frauen nur in Anwesenheit Ihres Ehemannes die Pille bekamen und es noch den sogenannten „Kuppler-Paragraphen“ gab. Man könne nur wünschen, dass hier gesetzlich stark liberalisiert werde. Im Rahmen dieser Diskussion hören wir aber auch, wie viele negative konservative Strömungen es zu diesem Thema immer noch gebe. Dies erinnere an alte Zeiten und das prüde und verlogene Denken, das zum Teil in Amerika herrsche.

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